Warum KI-Agenten anders budgetiert werden als KI-Lizenzen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kosten für KI im Unternehmen sind nicht einfach Software-Lizenz-Kosten. Wenn man Agenten betreiben will, sind das Betriebskosten, die nach Verbrauch abgerechnet werden, genau wie Energiekosten oder andere variable Kosten.

Software-Lizenzen sind Fixkosten (wenn auch in der Regel relativ flexibel veränderbar) währen Agenten variable Kosten verursachen, die nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet werden.

Deshalb müssen die beiden Kostenblöcke unterschiedlich behandelt werden, sowohl fürs Budget als auch für die ROI Kalkulation.

KI hat ein anderes Kostenprofil als Digitalisierung

Angenommen, man möchte einen bestehenden analogen Prozess digitalisieren, würde man in drei Schritten vorgehen. 1. Prozess definieren, 2. Software auswählen, 3. Anwender schulen und begleiten.

Die Kosten aus 1 sind einmalig, aus 2 wiederkehrend und 3 basierend auf Aufwand entweder intern oder extern abzudecken.

Wenn man KI Agenten aufsetzt, kommt eben ein variable Kostenblock dazu. Das liegt daran, dass Agenten und Automatisierungen, wenn sie KI eingebunden haben Token verbrauchen. Das sind variable Kosten und hängen an verschiedenen Faktoren, wie Setup, Kontext, Datenanbindung und variieren auch je nach gewähltem Modell und technischen Setup.

Je häufiger und komplexer also ein Agent arbeitet, desto teurer. Allerdings kann es sich immer noch rechnen, für die ROI Kalkulation muss man das gegen die Prozesskosten Status Quo rechnen.

Unsere vier Handlungsempfehlungen dazu

  1. Das „gerade gut genug“ Modell wählen

Das Setup soll die Aufgabe zuverlässig lösen. Allerdings ist nicht immer das leistungsfähigste Modell die beste Wahl, wenn es teurer ist, aber keine konstanteren Ergebnisse liefert. Ein zu schwaches Modell kann aber auch zu Nacharbeit führen. Das Optimum muss im Einzelfall gewählt werden.

  1. Klare Limits definieren

Kosten können aus dem Ruder laufen, deshalb müssen Limits klar gesetzt werden.

3. Immer Menschen einbauen

Menschen kontrollieren und geben frei, bearbeiten Annahmen und Ausgaben.

  1. Mit dem größten erwarteten ROI beginnen

„Top Down“ bestimmen, welche Prozesse zuerst angegangen werden, priorisiert nach dem größten ROI.

Betriebskosten für KI wird in den kommenden Monaten immer wichtiger werden, da die Token-Preise gerade für die leistungsfähigsten Frontier Modelle stark angezogen haben. Es ist also sinnvoll sich frühzeitig über die Kostenstruktur, Budget und Kostenkontrolle Gedanken zu machen.

Und, wie denken Sie über KI-Budgets nach?

Viele Grüße,

Ihre Maria Schulze Schwienhorst-De Biasio

Maria Schulze Schwienhorst-De Biasio

KI Trainer Maria

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