Vorteile und Risiken von Microsoft Copilot im Business-Einsatz (Teil 2)

„Lohnt sich Copilot für unser Unternehmen?“ – kaum ein KI-Tool sorgt derzeit für so viel Diskussion wie Microsoft Copilot (in Microsoft 365). Nach zahlreichen Kundengesprächen und Selbsttests haben wir die wichtigsten Themen zusammengetragen. Sie erhalten einen Überblick: Was kann Copilot gut und wo lauern Fallstricke?

Copilot kurz erklärt: Copilot ist ein generativer KI-Assistent, der tief in die Microsoft-Welt eingebettet ist. Ob Outlook, Word, Excel, PowerPoint oder SharePoint – überall können Sie in natürlicher Sprache Aufgaben delegieren: Texte entwerfen, Daten auswerten, Präsentationen gestalten oder Code generieren sind nur einige von vielen Anwendungsmöglichkeiten.

Zwei handfeste Vorteile

1. Vielseitige Anwendungen:

Mit Copilot kann man Aufgaben delegieren und so Zeit sparen. Konkrete Beispiele können sein: Ein Vertriebsteam liest vorherige Angebote aus und kann sich auf Basis der alten Angebote neue Kundenangebote erstellen lassen. Oder Mitarbeiter im Kundendienst generieren mit Copilot schnell Antwortvorlagen, statt jede Kunden-E-Mail manuell zu formulieren.

Wir nutzen Copilot täglich, und zwar beispielsweise für folgende Anwendungen: E-Mails zusammenfassen, Teams-Calls aufzeichnen, danach mit den Inhalten „interagieren“ und To-Dos erstellen lassen, direkt in Loop integriert Tabellen, To-Do-Listen oder Texte generieren lassen, Übersetzungen in Word, Erstellen und Editieren von PowerPoint-Präsentationen und Datenanalyse mit Excel, Rückfragen zu älteren Teams-Nachrichten.

2. Tiefe Integration ins Microsoft-Ökosystem erleichtert Anwendung und sorgt für Datensicherheit:

Copilot sieht alles, was Ihr Microsoft-365-Konto sehen darf – Dokumente, Termine, Teams-Chats. Die Antworten sind dadurch sehr kontextbezogen: Projektdateien aus SharePoint, Meetings aus Outlook und Chat-Diskussionen fließen automatisch in den Output ein. Außerdem hat dies große Vorteile beim Thema Datensicherheit: Die Daten bleiben innerhalb Ihres Unternehmens, fließen nicht in das Modelltraining ein, was für eine hohe Datensicherheit sorgt. (Disclaimer: so die offizielle Aussage von Microsoft).

Was man dabei beachten sollte

1. Kosten und Lizenzpolitik: Copilot ist Teil der Microsoft-Lizenz und wird pro Nutzer abgerechnet. Sie müssen abschätzen, ob sich die Lizenz rechnet.

2. Halluzinationen: Copilot ist ein Softwareprodukt basierend auf KI-Modellen. Es kann falsche Ergebnisse produzieren. Regel Nummer 1 lautet daher: Der Mensch muss die Qualität sichern und Arbeitsergebnisse freigeben.

3. Datenschutz & Berechtigungen: Wer Copilot volle Rechte gibt, erhält auch volle Transparenz. Vor dem möglichen Rollout sollten Sie also detailliert die Berechtigungen prüfen und klare Governance-Regeln definieren.

Für wen lohnt sich Copilot?

  • Unternehmen mit Microsoft-Umgebung, die ihre Prozesse bereits weitgehend in M365 abbilden.
  • Teams mit hohem Text- oder Code-Aufkommen, die vom „ersten Entwurf“ stark profitieren.
  • Organisationen mit klaren Daten- und Berechtigungsrichtlinien, damit sensible Informationen nicht in falsche Hände geraten.

Fazit & nächste Schritte

Copilot kann ein echter Produktivitätsgewinn sein, wenn Strategie, Datenbasis und Governance stimmen.

Wir unterstützen Sie gern dabei, zu prüfen, ob Copilot das Tool der Wahl für Sie ist, Copilot sicher zu implementieren und Ihr Team auf den produktiven Einsatz vorzubereiten. Schreiben Sie uns – gemeinsam machen wir Ihr Unternehmen fit für den KI-Einsatz.

Maria Schulze Schwienhorst De-Biasio

KI Trainer Maria

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